Schulsport- und Mehrzweckhalle vorrangig nicht als Flüchtlingsunterkunft

Aktuell erreichen unseren Landkreis Gifhorn mehr Geflüchtete, als in der zentralen Aufnahmestelle in Ehra Lessin aufgenommen werden können. Die begrenzten Kapazitäten führen zu einer Umverteilung auf die Gebietseinheiten des Landkreises nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel.

Sollten nach ersten Hochrechnungen 55 Geflüchtete in der Sassenburg untergebracht werden, gehen diese Annahmen kurze Zeit später bereits weiter in die Höhe. Die Tendenz ist weiter steigend.

Gemeinde zur Unterbringung verpflichtet

Als Gemeinde sind wir verpflichtet, die Unterbringung dieser zugewiesenen Geflüchteten sicherzustellen.
Eine denkbare Möglichkeit ist die Unterbringung in sogenannten Gemeinschaftsunterkünften, z. B. in Sporthallen.

Vorrangig keine Zweckentfremdung der Sporthallen

Wir als SPD/WirSa Gruppe sprechen uns in einem unserer aktuellen Anträge dafür aus, die Sporthallen unserer Gemeinde nicht zweckzuentfremden, sondern weiterhin unseren Grundschülern und Vereinen für den Sport zur Verfügung zu stellen. Dies besonders in den Wintermonaten, da es in dieser Zeit kaum möglich ist, alternativ auf geeignete Sportstätten im Freien auszuweichen.

Gemeinde aufgefordert Alternativen zu nutzen

Die Verwaltung wir aufgefordert, ihre Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten zu verstärken und ggf. auch erforderliche Umbaumaßnahmen (Renovierung, räumliche Trennung vom bestehendem Wohnraum, etc.) privater Wohnungsanbieter zu unterstützen. Auch die Anmietung von Ferienhäusern, Containerlösungen und andere Alternativen sind vorrangig zu prüfen. Erst wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sein sollten ggf. Sport- und Mehrzweckhallen als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden.